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Heute, am 06.03.2010, darf ich endlich mein Geburtstagsgeschenk vom 23.12 2009 von Erna vom einlösen, die Karte für das Konzert von Jean Michel Jarre in Oberhausen. Meine Vorfreude hält sich etwas in Grenzen, da es am Abend zuvor noch einmal geschneit hat. Im Nachhinein ist es dann doch nicht so dramatisch und fahre ohne Erna ETWAS früher von zu Hause fort. Da weit und breit, außer in Solingen, kein Schnee liegt, komme ich früh in Oberhausen an und drehe dort noch meine Runden. Gegen 19.15 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Kö-Pi Arena.
Ab hier zitiere ich einen Bericht der Münsterland Zeitung zum Konzert, die Fotos sind von mir.

Welttournee "2010"

Jean Michel Jarre zelebriert elektronische Musik!

Eine Wand aus 30 Synthesizern haben die Techniker auf der Bühne errichtet. Mancher im Oval der Arena Oberhausen hat sie seit mehr als einer Stunde angestarrt. Es ist nicht das modernste Equipment, das der Meister mit auf Tournee genommen hat. Aber es hat ihn weltberühmt gemacht.
Jean Michel Jarre hat in Moskau vor 3,5 Millionen Menschen gespielt, in Paris waren es 2,5 Millionen. Rund 5500 sind es in Oberhausen. Es ist 20.30 Uhr, die Show, auf die viele seit Jahren gewartet haben - der Mann macht sich rar -, hätte längst beginnen sollen. Doch noch fehlt der Star.

Im Stil eines Boxchampions

Dann ist er plötzlich da, taucht mitten unter den Fans auf, zelebriert seinen Auftritt im Stil eine Boxchampions. Seit Mitte der 70er Jahre ist der Sohn des Filmkomponisten Maurice Jarre (Doktor Schiwago) ein Champion ganz anderen Kalibers. Er hat der elektronischen Musik in die Charts verholfen, hat mit seinen monumentalen Kompositionen wie "Oxygene"und "Equinoxe" einer neuen Stilrichtung den Weg in den Mainstream geöffnet.

Nun steht er also auf der Bühne, inmitten seiner Instrumente, an seiner Seite drei weitere Musiker. Jarre beginnt, die Hits zu spielen, feuert die Fans an, tobt zwischenzeitlich wie ein Irrwisch zwischen den Instrumenten hin und her.
Die Obsession der frühen Jahre, sie ist noch da.

Es wabern und wallen die mächtigen Klänge durch die Halle, Stunden hat der Soundcheck gedauert. Es hat sich gelohnt. Jarre spielt die Laserorgel, überhaupt lasert es beinahe unablässig und atemberaubend an diesem Samstag, mal nur auf der Bühne, dann wieder werden die Köpfe der Besucher zur Projektionsfläche.

Auf der gigantischen Videowand im Hintergrund laufen Filme ab, die einen mitnehmen auf einer irrwitzigen Reise über die Synthi-Tasten, dann wieder den Star leicht verfremdet zeigen, wie er die Tasten bearbeitet, die Knöpfe dreht, einen Synthesizer nur mit den Schwingungen seiner Hände bedient.

Ein zeitloser Künstler

Die Zeit scheint stillzustehen, dann ist der Abend doch noch viel zu schnell vorbei. Seinen ersten Welterfolge "Oxygene 4" spielt Jean Michel Jarre als Zugabe. Ein zeitloses Werk, genauso wie der Künstler selbst. Draußen werben sie für eine röhrenförmige, meterhohe iPod-Dockingstation, kreiert vom Meister, um guten Sound auch in die Wohnungen zu tragen. Mancher hätte allerdings auch die 30 Synthesizer mitgeschleppt, um diesen Abend irgendwie zu konservieren.

  • Offizielle Setlist (wich in Nuancen ab)
    Intro
    Oxygene 1
    Oxygene 2
    Magnetic Fields 1
    Equinoxe 7
    Equinoxe 5
    Rendezvouz 3
    Magnetic Fields 1
    Souvenir Of China
    Oxygene 5
    Variation 3
    Equinoxe 4
    Statistics Adagio
    Revolution
    Rendezvouz 2
    Rendezvouz 4
    Chronologie 6
    Chronologie 2
  • Zugaben
    Oxygene 4
    Variation 4
    Oxygene 12
  • Fin De Siecle

Gegen 22.45 Uhr ist Schluss. Es war ein tolles Konzert in einer nicht so tollen Halle und für diese etwas zu laut. Für Besucher über 1.90 Meter sind die Sitze der Kö-PI Arena sehr unbequem. Auch die Reihen sind zu etwas zu eng geraten.
Dagegen ist die Lanxess Arena in Köln eine “Wohlfühl Oase”.
Aber was soll’s, ich habe es überlebt und sage auf Wiedersehen bis zum nächsten Konzert.

Solingen, 24.03.2010 / 02.11.2012

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